SPD Regionalverband Pfalz
SPD Regionalverband Pfalz

Fraktionssitzung: Klingenmünster, 19.9.17: Die Ausschusssitzungen werden nach- und vorbereitet.

An der Einbringung der neuen Tora-Rolle am 12.11.17 in der kleinen Synagoge in Kaiserslautern nahmen auch Mitglieder der SPD-Bezirkstagsfraktion teil.

Pfalzakademie in Umweltakademie umwandeln - Bezirkstag Pfalz erteilt Prüfauftrag

 

Der Bezirkstag Pfalz hat in seiner Sitzung auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße darüber beraten, ob es sinnvoll ist, die Pfalzakademie Lambrecht in eine Umweltakademie umzuwandeln, die von der Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen genutzt wird. Einen entsprechenden Prüfauftrag hat nun der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder erhalten. Ziel ist es, jeder Schülerin und jedem Schüler einmal während der Schulzeit einen mehrtägigen Aufenthalt zu ermöglichen, um sich intensiv mit Umweltbildung auseinanderzusetzen. Sodann entschieden die Mitglieder des Bezirkstags Pfalz über Wahlvorschläge für die Besetzung des Aufsichtsrats der Pfalzwerke AG, dem insgesamt 12 Mitglieder angehören. Sechs Mitglieder entsendet der Bezirksverband Pfalz, wovon ein Sitz der Bezirkstagsvorsitzende innehat. Demnach stellen sich im kommenden Jahr der Hauptversammlung Manfred Schwarz (CDU), Günther Ramsauer (SPD), Dr. Bernhard Matheis (CDU), Walter Altvater (Grüne) und Manfred Petry (FWG) zur Wahl.

Noch bevor der Bezirkstag Pfalz auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße zusammentrat, zeichnete der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder den Geschichte-Grundkurs der MSS 12 des Gymnasiums im Alfred-Grosser-Schulzentrum Bad Bergzabern mit dem ersten Preis des Schülerwettbewerbs „Die Pfalz und ihr Parlament“ aus, den der Bezirksverband Pfalz im Jubiläumsjahr ausgeschrieben hatte. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten ein Brettspiel mit Fragekärtchen; die Jury war besonders von der kreativen Umsetzung und den inhaltsstarken geschichtlichen Informationen über den Bezirkstag Pfalz und den Bezirksverband Pfalz überzeugt. Sie erhielten Gutscheine im Wert von 1.500 Euro, um einen Ausflugstag zu gestalten, der ins Historische Museum der Pfalz gehen soll. Die Klasse 3 b der Grundschule Otterberg kam auf den mit 250 Euro dotierten zweiten Platz für eine Mappe mit Texten und Bildern. Den dritten Platz mit jeweils 100 Euro teilen sich die MSS 11 der Integrierten Gesamtschule Grünstadt, die einen 13-minütigen Film eingereicht hat, und das zweite Lehrjahr der Elektroniker für Geräte und Systeme der Berufsbildenden Schule der Südlichen Weinstraße in Landau, das vier Konzepte zur Stärkung des Heimatgefühls der Pfälzer erarbeitet hat.

Bezirkstag Pfalz verabschiedet Haushalt für 2017
Pfälzer Parlament beschließt Arbeitsschwerpunkte des Bezirksverbands Pfalz

Die 29 Mitglieder des Bezirkstags Pfalz treffen sich am Freitag, 16. Dezember, um 10 Uhr im Festsaal des Hambacher Schlosses bei Neustadt an der Weinstraße zu einer öffentlichen Sitzung, um den Haushalt des Bezirksverbands Pfalz für das Jahr 2017 zu beraten und zu beschließen. Der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder befasst sich in seiner Etatrede eingehend mit der momentanen Finanzsituation und gibt einen Ausblick auf die Arbeitsschwerpunkte im kommenden Jahr. Das Gesamtvolumen des Haushalts für den Bezirksverband Pfalz im Jahr 2017 beträgt 94,2 Millionen Euro gegenüber 93,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Darüber hinaus beschäftigt sich das Pfälzer Parlament mit dem Thema „Umweltakademie“. Hierbei geht es um die Prüfung, die Pfalzakademie in Lambrecht umzuwandeln und für Bildung nachhaltiger Entwicklung durch die Geschäftsstelle des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen zu nutzen. Ziel soll es sein, jeder Schülerin und jedem Schüler einmal während der Schulzeit einen mehrtägigen Aufenthalt zu ermöglichen, um sich intensiv mit Umweltbildung auseinanderzusetzen. Sodann müssen die Mitglieder des Bezirkstags Pfalz Wahlvorschläge für die Besetzung des Aufsichtsrats der Pfalzwerke AG sowie weitere Gremienmitglieder wählen. Abschließend blickt der Bezirkstag Pfalz noch einmal auf sein Jubiläumsjahr zurück, das aus Anlass seines 200. Geburtstags zahlreiche, gut besuchte Veranstaltungen bot. Wie gewohnt können die Einwohner der Pfalz bis zu drei Fragen an ihr gewähltes Parlament stellen; diese sollen vorab schriftlich an den Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder postalisch an Bezirksverband Pfalz, Postfach 2860, 67616 Kaiserslautern, per Fax an 0631 3647-153 oder per E-Mail an btv@bv-pfalz.de gerichtet werden. Informationen über den Bezirksverband Pfalz sind im Internet unter www.bv-pfalz.de abrufbar.

 

Eindrucksvolles Beispiel für die demokratische Entwicklung Festakt anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Bezirkstags Pfalz 

„Die 200-jährige Geschichte des Bezirkstags Pfalz ist zugleich die Geschichte der Herausbildung bürgerschaftlichen Selbstbewusstseins und einer freiheitlichen, werteorientierten, demokratischen Selbstbestimmung der Menschen“, sagte Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder beim Festakt auf dem Hambacher Schloss vor über 300 Gästen. Gleich zu Beginn stimmte das Chawwerusch-Theater die Besucherschar mit Szenen aus seinem Hambacher Festbankett ein und sprach „ein Hoch auf ein republikanisch-konföderiertes Europa“ aus. Der Bezirkstag Pfalz könne, so Wieder in seiner Begrüßung weiter, nicht nur auf eine einmalige und reiche Tradition blicken, sondern stelle auch „ein eindrucksvolles Beispiel für die Entwicklungsgeschichte demokratischer Strukturen in unserem Land“ dar. Das pfälzische Parlament sei eines der ältesten Volksvertretungen in Deutschland. Er versprach, „für die Zukunft zu unseren Aufgaben zu stehen und uns auch neuen Herausforderungen zu stellen“. „Den Kommunen der Region und dem Land Rheinland-Pfalz wollen wir ein kompetenter Partner sein mit Engagement für unsere Ziele – mit Leidenschaft für das, was wir tun, mit Fleiß, Kreativität, Offenheit und Mut für alles Neue.“

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert sei gerne in die Pfalz gekommen, um das „stolze Jubiläum“ des Bezirkstags Pfalz zu feiern. „Der deutsche Bundestag steht irgendwie in der Tradition des Bezirkstags Pfalz und des Hambacher Fests, wenngleich nicht in gerader Linie“, so der Festredner. Nirgendwo sei der Weg zur Demokratie so schwierig und langwierig wie in Deutschland gewesen. Der damalige Landrath der Pfalz von 1816 sei kein Parlament im heutigen Sinne gewesen, da er weder gewählt noch entscheidungskompetent gewesen sei. „Doch was damals begonnen wurde, war neu und ein gewaltiger Schritt hin zu einer regionalen Interessenvertretung und einer kommunalen Selbstverwaltung.“ Eine Demokratie brauche eine aktive Bürgergesellschaft und die erste demokratische Tugend sei die Verantwortung, so Lammert weiter.

Als „Instrument der regionalen Gestaltung“ bezeichnete Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Bezirkstag Pfalz, der immer wieder selbstbewusst seine Anliegen vortrage. Er sei eine „feste Größe in der Pfalz“ und der Bezirksverband Pfalz habe eine „Leuchtturmfunktion auch für andere Regionen in Rheinland-Pfalz“. Die Pfälzerinnen und Pfälzer seien Menschen mit ganz unterschiedlichen Wurzeln. Hier dürfe es keinen Platz für Intoleranz und Rassismus geben. Die enge Verbundenheit der sieben bayerischen Bezirke mit dem Bezirkstag Pfalz brachte Barbara Stamm, Präsidentin des bayerischen Landtags, zum Ausdruck. Der pfälzische Landrath sei zur Zeit seiner Gründung „etwas ganz Neues“ gewesen, der schon damals generationenübergreifende Themen vorgetragen habe. Das Kammermusikensemble des Pfalztheaters Kaiserslautern brachte den zweiten und dritten Satz aus Mozarts Hornquintett Es-Dur zu Gehör und der Frankenthaler Männerchor 03 unter Leitung von Walter Zipp leitete als Abschluss des Festakts zum geselligen Teil des Abends über.

Hoher Besuch zum Bezirkstagsgeburtstag (von links): Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder 

Edeltraud Buser-Husson feiert 60. Geburtstag - Pirmasenser Stadträtin wirkt auch im Bezirkstag Pfalz

Die Pirmasenser Sozialdemokratin Edeltraut Buser-Hussong feiert am 24. September ihren 60. Geburtstag. Die Lehrerin für Fachpraxis Hauswirtschaft ist seit 2014 Mitglied im Stadtrat  Pirmasens und Mitglied im Bezirkstag Pfalz. Bereits von 2004 bis 2014 wirkte Edeltraut Buser-Hussong als bürgerschaftliches Mitglied der SPD-Fraktion im pfälzischen Parlament.

Ihr ehrenamtliches Engagement findet auch Ausdruck in der Mitgliedschaft in zahlreichen Pirmasenser Vereinen (u.a. TV Pirmasens, Förderverein Hospiz, Kinderschutzbund, Freundeskreis Bezirkskantorei, Pirmasenser Tafel). Dem Trägerverein der Frauenzuflucht Pirmasens steht sie ebenso als 1. Vorsitzende vor, wie dem Ortsring Pirmasens des Deutschen Frauenrings.

Seit 1996 gehört sie dem Presbyterium ihrer Kirchengemeinde an, die sie seit 2002 auch in der Bezirkssynode vertritt.

 

Die Mutter von drei Töchtern engagiert sich auf Bezirksverbandsebene im Ausschuss für das Biosphärenreservat / den Naturpark Pfälzer Wald,  im Stiftungsrat der Stiftung Schuhmuseum Hauenstein und im Ausschuss für Kunst, Kultur, pfälzische Geschichte und Volkskunde.

 

Edeltraut Buser-Hussong wurde 1956 in Dietrichingen (Kreis Südwestpfalz) geboren. Nach einer Lehre im Nahrungsmittelhandwerk machte sie 1978  ihr Fachabitur und studierte  Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Nach ihrem Diplom im Jahre 1983, machte die Sozialdemokratin eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin und legte 1989 erfolgreich die Meisterprüfung ab. Seit 1995 ist sie Lehrerin für Fachpraxis Hauswirtschaft an der Berufsbildenden Schule in Rodalben.

Pfälzische Delegation in Gurs: Philippe Haller (FSJ’ler beim Bezirksverband Pfalz), Manfred Schwarz (zweiter stellv. Bezirks-tagsvorsitzender), Laura Wagner (FSJ’lerin beim Bezirksverband Pfalz), Dr. Walter Altherr (ehemaliger Bundestagsabge-ordneter aus dem Landkreis Kaiserslautern), Ingo Röthlingshöfer (Bürgermeister der Stadt Neustadt a.d.Wstr.) und Bernhard Kukatzki (Vorsitzender des Gedenkbeirats des Bezirkstags Pfalz) vor dem zentralen Mahnmal für alle Opfer auf dem Deportiertenfriedhof.

Gedenken an die nach Gurs deportierten pfälzischen und badischen Juden
Gedenkfahrt ins ehemalige Internierungslager mit Delegation des Bezirksverbands Pfalz

„Die Generation der Zeitzeugen geht zu Ende. Wir dürfen ihre Erlebnisse und Erfahrungen aber nicht nur als Geschichte betrachten. Unsere Aufgabe ist es, über die Vergangenheit so zu sprechen, dass wir der Jugend die Verantwortung vermitteln, gegen jede Wiederholung aufzutreten.“ Mit diesen Worten leitete der Oberbürgermeister von Weinheim als diesjähriger Sprecher der Arbeitsgemeinschaft zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs, Heiner Bernhard, die Gedenkveranstaltung auf dem Deportiertenfriedhof ein. Neben Jugendlichen, deutschen und französischen Vertretern aus der Politik sowie Vertretern der jüdischen Gemeinden aus Baden nahm auch der Bezirksverband Pfalz mit einer sechsköpfigen pfälzischen Delegation an der Gedenkfahrt teil.

Nach der Gedenkfeier fand für alle Teilnehmer ein sehr bewegendes Zeitzeugengespräch und eine Begehung des Lagergeländes mit Paul Niedermann statt, der im Oktober 1940 im Rahmen der „Wagner-Bürckel Aktion“ mit 6.500 weiteren pfälzischen und badischen Juden ins südwestfranzösische Gurs deportiert wurde. Gespannt hörten alle seinen Erzählungen zu, wie er als 13-jähriger die Deportation aus Karlsruhe und den Lageralltag in Gurs erlebt hat. Hunger und Kälte, unerträgliche hygienische Zustände und Krankheiten machten den Deportierten das Leben schwer. Zahlreiche von ihnen starben in Gurs und in anderen südfranzösischen Lagern unter den katastrophalen Bedingungen, fast die Hälfte wurde in die Vernichtungslager der Nazis im Osten gebracht und ermordet. Auch über seine schwierige und gefährliche Flucht in die Schweiz mithilfe der jüdischen Organisation OSE berichtete Paul Niedermann.

Der Bezirksverband Pfalz beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit dem dunkelsten Kapitel der pfälzischen Geschichte. 2001 bewilligte der Bezirkstag Pfalz einen Zuschuss zur Errichtung einer Gedenkstätte auf dem ehemaligen Lagergelände in Gurs, das nach Kriegsende eingeebnet und mit Bäumen bepflanzt wurde. 2006 trat der Bezirksverband Pfalz der Arbeitsgemeinschaft badischer Städte bei und zahlt nun jährlich einen Zuschuss für die Pflege und Unterhaltung des Friedhofs, auf dem etwa 1.070 deportierte Juden aus Baden und der Pfalz beerdigt sind. Zudem nimmt der Bezirksverband jährlich an den Gedenkveranstaltungen in Gurs teil und organisiert Jugendgedenkfahrten.

Sitzung der SPD-Bezirkstagsfraktion im Geoskop auf Burg Lichtenberg

Die SPD-Fraktion pflegt seit langem schon den schönen Brauch, ihre Sitzungen in Einrichtungen abzuhalten, die zum Bezirksverband gehören oder von ihm fi­nanziell unterstützt werden. So kommen die Genossinnen und Genossen rum in der schönen Pfalz und lernen manchmal Neues und Interessantes kennen. Sei es das Schuhmuseum in Hauenstein, das Musikantenmuseum in Mackenbach oder das Dynamicum in Pirmasens, um ein paar Beispiele zu nennen.

Die Sitzung am 7. April wurde im Geoskop auf der Burg Lichtenberg bei Kusel abgehalten.

Das Urweltmuseum Geoskop wurde 1998 als geowissenschaftliche Zweigstelle des Naturkundemuseums in Bad Dürkheim eröffnet. Dazu gehören außerdem die biologisch orientierte Naturschau, die in der Zehntscheune der Burg unter­gebracht ist, sowie das Bildungsprojekt „Forschungswerkstatt“. Die Träger­schaft der Zweigstelle auf Burg Lichtenberg liegt beim Bezirksverband, dem Landkreis Kusel sowie dem Naturkundeverein Pollichia.

Das Geoskop zeigt versteinerte Tiere und Pflanzen eines sehr frühen Erdzeital­ters lange vor den Dinosauriern: Amphibien, Reptilien, Fische, aber auch Fossi­lien aus den tropischen Farn- und Schachtelhalmwäldern des Perms(vor ca.300 bis 250 Millionen Jahren).

Dr. Sebastian Vogt ist zurzeit Leiter des Umweltmuseums; in New Mexico hat der promovierte Paläogeologe an wichtigen Ausgrabungen teilgenommen.

In seinem einführenden Vortrag erläuterte Dr. Vogt der Fraktion die Forschungsschwerpunkte des Museums, zu denen u. a. die Geologie und Paläontologie im Saar-Nahe-Becken sowie die Evolution früher Landwirbeltiere gehören. Es war interessant zu erfahren, dass die Pfalz vor ca. 300 Millionen Jahren nah am Äquator lag, weshalb zu dieser Zeit in diesem Gebiet tropische Temperaturen herrschten mit einer entsprechenden Flora und Fauna. Besonders stolz ist Dr. Vogt auf den Fund einer fossilen Amphibie, die auch im Gebiet von New Mexico gelebt hat, die aber bislang nur durch ihre versteinerten Fußspuren im Gebiet der Pfalz nachgewiesen werden konnte.

Ein Besuch bei den Präparatoren, die gerade damit beschäftigt waren, in minutiöser Kleinarbeit eine fossile Amphibie aus dem harten Gestein heraus zu präparieren sowie Rundgang durch das Museum mit seinen staunenswerten Exponaten schlossen diese Informationen „Vor Eintritt in die Tagesordnung“ ab.

Danach nahm die Fraktion unter der umsichtigen Führung ihres Vorsitzenden Günther Ramsauer in der gewohnt konstruktiven wie kollegialen Atmosphäre ihre Beratungen auf. Im Verhältnis zu dem, was wir vorher gehört und gesehen hatten, waren die Beratungsgegenstände nicht so spektakulär.

Früherer Pirmasenser SPD-Abgeordneter Müller ist verstorben

Der frühere SPD-Abgeordnete Karl-Walter Müller ist verstorben. Anlässlich seines Todes erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer: „Karl-Walter Müller hat 16 Jahre, von 1971 bis 1987, in der SPD-Landtagsfraktion gewirkt. Er war unter anderem Mitglied des Fraktionsvorstandes und Vorsitzender des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses. Mit großer Leidenschaft setzte er sich für Pirmasens und die umliegende Region ein. So konnte er im Liegenschaftsausschuss notleidenden Betrieben helfen. Als SPD-Landtagsfraktion trauern wir um Karl-Walter Müller, der am 26. März verstorben ist.“

 

Karl-Walter Müller, geboren am 4. Mai 1931 in Pirmasens, machte in jungen Jahren zunächst eine Industriekaufmanns-Lehre, um dann Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie Pädagogik zu studieren. Er arbeitete als Berufsschullehrer, zog in den Landtag ein und war anschließend Studiendirektor an einer Berufsbildenden Schule. Müller war langjähriger Stadtrat, Bezirkstagsmitglied und ehrenamtlicher Leiter der Volkshochschule Pirmasens. Für sein politisches und gesellschaftliches Engagement ist er mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse sowie der Ehrenplakette der Stadt Pirmasens in Gold ausgezeichnet worden.

SPD-Fraktion im Bezirkstag Pfalz

Fraktionssitzung in Schifferstadt

Erstmals tagte die Fraktion der SPD im Bezirkstag der Pfalz in Schifferstadt. Fraktionsvorsitzender Günther Ramsauer freute sich sichtlich, daß man im Tagungsort Rathaus so freundlich aufgenommen und von Bürgermeisterin Ilona Volk (Grüne) herzlich begrüßt wurde. Angeregt worden war der Besuch von dem Schifferstadter Bernhard Kukatzki, der Mitglied des Bezirkstags Pfalz ist. „Es war mir ein Anliegen, daß im 200ten Jubiläumsjahr des ältesten pfälzischen Parlaments die Fraktion auch mal in meiner Heimatstadt tagt, meine Kukatzki. Der Bezirksverband Pfalz ist eine sogenannte höhere kommunale Gebietskörperschaft, zu der alle sechzehn pfälzischen Landkreise und kreisfreien Städte gehören. Er ist unter anderem Mehrheitsaktionär der Pfalzwerke AG und unterhält zahlreiche wichtige Einrichtungen, u. a. das Pfalzklinikum Klingennmünster, das Pfalztheater und die Meisterschule in Kaiserslautern, die LUFA oder das Historische Museum der Pfalz in Speyer. Dr. Klaus Weichel, Mitglied der Fraktion und Oberbürgermeister von Kaiserslautern, ist stellvertretender Bezirkstagsvorsitzender.

Bezirksverband Pfalz lobt Friedenspreis aus

„Ludwig-Wagner-Preis für Toleranz und Zivilcourage“ wird erstmals 2016 vergeben

Im Jahr des 200. Jubiläums seines höchsten Gremiums, des Bezirkstags Pfalz, lobt der Bezirksverband Pfalz zum ersten Mal den „Ludwig-Wagner-Preis für Toleranz und Zivilcourage“ aus. „In einer Zeit zahlreicher Umbrüche und Krisen in der Welt ist es uns wichtig, ein regionales Zeichen für Toleranz, Nächstenliebe und Friedensstiftung sowie gegen Angst, Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Intoleranz, Mutlosigkeit und Gleichgültigkeit zu setzen“, erläutert der Bezirkstagsvorsitzende Theo Wieder die Motivation für die Gründung des Preises. Dieser sei für Personen und Gruppen gedacht, die sich unermüdlich für Frieden zwischen den Menschen, für Unterstützung, Betreuung und Integration von Flüchtlingen, Behinderten sowie Menschen mit geringem Einkommen einsetzen.

Der Friedenspreis, der alle drei Jahre verliehen wird und mit 5.000 Euro dotiert ist, soll als Anerkennung und Unterstützung derjenigen dienen, die trotz aller Schwierigkeiten im Alltag Engagement und Mut beweisen. Benannt ist der Preis nach dem Lehrer Ludwig Wagner, der sich für die Werte, die der Preis repräsentiert, stark gemacht hat. Der Friedenspädagoge wurde 1869 in Augsburg geboren und kam 1897 nach Kaiserslautern. Hier organisierte er ab 1905 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs Ferienkurse, zu denen insbesondere Ausländerinnen und Ausländer eingeladen waren. Bei seinen Sommerkursen und Friedensseminaren, für die bis zu 200 Menschen in die Pfalz kamen, ging es ihm vor allem um die Entkrampfung des deutsch-französischen Verhältnisses. Die ausländischen Gäste waren in Pfälzer Gastfamilien untergebracht, um die Völkerverständigung auch auf diese Weise zu stärken. Es gelang Ludwig Wagner angesehene Referenten für seine pädagogischen Angebote zu gewinnen; so kam im August 2013 die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner für einen Vortrag in die Fruchthalle Kaiserslautern. Durch sein Engagement fand der VII. Deutsche Friedenskongress noch im Mai 1914 in Kaiserslautern statt.

Über die Preisvergabe entscheidet ein für den Ludwig-Wagner-Preis gebildetes Preisgericht. Dazu gehören der Bezirkstagsvorsitzende oder ein Stellvertreter und sechs weitere Personen aus Politik, Kirche, Verbänden, Gewerkschaften oder dem öffentlichen Leben. Vorschläge können die Mitglieder des Preisgerichts, die im Bezirkstag Pfalz vertretenen politischen Gruppierungen sowie die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister wie auch Landrätinnen und Landräte der Pfalz einreichen. 

Roland Paul erhält Hermann-Sinsheimer-Plakette der Stadt Freinsheim

Engagiert gegen das Vergessen jüdischer Schicksale: Roland Paul

Vortrag über jüdische und andere Verbannte

Die Stadt Freinsheim verleiht die Hermann-Sinsheimer-Plakette am kommenden Sonntag, 14. Februar, um 11 Uhr im Vom-Busch-Hof an Roland Paul. Am Vorabend, 13. Februar, um 19.30 Uhr hält der Geehrte am gleichen Ort einen Vortrag mit dem Titel „Von jüdischen und anderen Verbannten und Migranten“.

Die Plakette ehrt Personen, die sich mit ihren Veröffentlichungen gegen das Vergessen von Leid und Unrecht, das Verbannte und Verfolgte erfahren haben, einsetzen. Roland Paul, Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, widmet einen großen Teil seiner Arbeit seit vielen Jahren der Ein- und Auswanderungsgeschichte der Pfalz. Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung, und dabei insbesondere ihre Verfolgung während der NS-Zeit, ist ein Schwerpunkt seines Schaffens. Seine Recherchen und die Vorstellung derselben führen ihn immer wieder auch ins Ausland, insbesondere in die USA, wo er an der Kutztown University in Pennsylvania widerholt als Gastdozent tätig war. In zahlreichen Publikationen erinnert er an das Schicksal pfälzischstämmiger Juden, wie etwa der Landauerin Gretl Drexler oder des Pirmasensers Alfred Schwerin. Zurzeit arbeitet er unter anderem an einer Veröffentlichung über die nach Gurs deportierten Juden, die aus der Pfalz stammten.

„Die Jury möchte mit der Wahl darauf aufmerksam machen, dass das Thema Flucht, Verbannung und Migration ein Phänomen ist, das sich immer wieder in neuem Gewand zeigt“, begründet die Stadt Freinsheim die Entscheidung für die neunte Vergabe der Plakette, die mit 1.000 Euro dotiert ist. Es handele sich um ein „fortlaufendes Geschehen, eine allgegenwärtige Herausforderung“. Die literarische Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben und erinnert an den Schriftsteller und Journalisten Hermann Sinsheimer, der 1883 in Freinsheim geboren wurde. Als Jude hatte er ab 1933 unter einem Berufsverbot zu leiden, 1938 floh er schließlich über Palästina nach England, wo er 1950 starb. Zwei seiner Geschwister verloren durch den Holocaust ihr Leben.

Der Eintritt zum Vortrag wie auch zur Ehrung ist frei, es wird jedoch um Reservierung in der Tourist-Info Freinsheim unter der Telefonnummer 06353 989294 gebeten.

XVI. Bezirkstag hat seine Arbeit aufgenommen

Unser „Pfälzer Parlament“, der Bezirkstag hat sich nach der Wahl im Mai konstituiert. Die alte Koalition aus CDU, FDP und FWG wurde von den Pfälzerinnen und Pfälzern abgewählt. Es fehlte ein Sitz zur Mehrheit.

Wollte die SPD mit ihren nach wie vor neun Sitzen nicht ein Abenteuer eingehen und mit den Grünen, der FWG und der FDP eine hauchdünne Mehrheit bilden, blieb als einzige vernünftige Alternative eine große Koalition. Sie verfügt über 20 von 29 Sitzen im Bezirkstag. Entsprechende Verhandlungen mit der CDU (11 Sitze)erbrachten ein gutes und tragfähiges Ergebnis.

Die beiden Koalitionspartner verständigten sich auf eine solide Finanzpolitik, auf die Fortentwicklung der zahlreichen Einrichtungen wie z.B. des Pfalzinstituts für Hören und Kommunikation in Frankenthal, der anderen Bildungseinrichtungen oder des Pfalztheaters in Kaiserslautern und der Museen. Die Unterstützung von sozialen und kulturellen Initiativensoll vorangebracht werden. Im Gesundheitsbereich wird der Bezirksverband als Träger des Pfalzklinikums den weiteren Ausbau von Einrichtungen der Gemeindenahen Psychiatrie unterstützen. Der neuen Aufgabe als Träger des Naturparks Pfälzerwald wollen wir uns auch im Interesse der vielen Vorderpfälzer Touristen und Wanderer engagiert widmen. Als Mehrheitsgesellschafter der Pfalzwerke AG wollen wir uns konstruktiv an der durch Regulierungsgesetze und Energiewende notwendigen Neuaufstellung des Unternehmens beteiligen.

Die erste Sitzung fand am 04. Juli am geschichtsträchtigen Ort im Hambacher Schloss statt. Der Oberbürgermeister von Kaiserslautern, Dr. Klaus Weichel (SPD), wurde von 23 Mitgliedern des 29-köpfigen Bezirkstages zum Stellvertreter des Vorsitzenden Theo Wieder (CDU) gewählt. Das heißt, neben den 20 Stimmen von CDU und SPD muss Dr. Klaus Weichel noch drei Stimmen von anderen Parteien erhalten haben. Das ist ein guter Auftakt für die Arbeit im Bezirksvorstand. Diesem gehört außerdem Manfred Schwarz (CDU) aus Ludwigshafen an, der 20 Stimmen erhielt. Bei den Ausschusswahlen wurde die große Koalition nachdrücklich bestätigt. Nach 15 Jahren Opposition ist die SPD jetzt in der Zusammenarbeit mit der CDU auf Augenhöhe. Der gemeinsam mit den anderen Parteien vorgelegte Wahlvorschlag fand die einstimmige Zustimmung. Das bedeutet mehr Mitbestimmung und mehr Verantwortung für die SPD mit einer starken Mannschaft in allen Gremien. Neben dem stellvertretenden Bezirkstagsvorsitzenden stellen wir jetzt mit Manfred Geis, Rainer Strunk und Bernhard Kukatzki drei Ausschussvorsitzende.

Die SPD-Bezirkstagsfraktion weiß, dass komplizierte Jahre mit schweren finanziell wirksamen Entscheidungen auf uns zukommen. Wir stellen uns dieser Verantwortung und sind sicher, dass wir Erfolg haben werden.

Alle neun Bezirkstagsmitglieder und die sieben weiteren bürgerschaftlichen Mitglieder auf der Bezirkstagsliste arbeiten in der Fraktion und in den Ausschüssen zusammen. Diese 16 Politikerinnen und Politiker aus den acht Landkreisen und den acht kreisfreien Städten in der Pfalz bilden eine kompetente Arbeitsgruppe für die Menschen in der Pfalz.

Sie sollen wissen: Wir sind für sie da!

Günther Ramsauer, MdL
Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bezirkstag der Pfalz

Der Bezirkstag im Bezirksverband Pfalz

DIe Unterzeichner des Koalitionsvertrages

Der Koalitionsvertrag der die zukünftige Zusammenarbeit von SPD und CDU im pfälzischen Bezirkstag regelt, wurde am 1. Juli 2014 im Historischen Museum Speyer von den Vertretern der Parteien unterzeichnet. Von links nach rechts: Theo Wieder, amtierender Bezirkstagsvor-sitzender, Christian Baldauf, CDU-Bezirksverbandsvorsitzender von Rheinhessen-Pfalz, Alexander Schweitzer, Vorsitzender des SPD-Regionalverbandes Pfalz und Günther Ramsauer, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD im Bezirkstag Pfalz
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Termine

Sonntag, 2. September 2018
PFALZTREFFEN
in Pirmasens

 

Samstag, 15. September 2018

Regionalverbandskonferenz

mit Neuwahlen und Nominierung der pfälzischen EuropakandidatInnen
 

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